ANUGA 2025 – Eindrücke von einer der bedeutendsten Lebensmittelmessen der Welt

Die ANUGA in der Kölner Messe gehört zu den größten und wichtigsten Lebensmittelmessen der Welt – und das völlig zu Recht.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Ländern strömten in die Hallen:

Trockenwaren, Tiefkühlprodukte, Nüsse, Käse, Fleisch, Getränke, Gewürze, Backwaren, Patisserien – alles, was man sich im Lebensmittelbereich nur vorstellen kann, war hier vertreten.

Ein wahres globales Panorama der Lebensmittelindustrie.

1️⃣ Die starke Präsenz Chinas

China war auf der ANUGA in nahezu allen Bereichen mit einer beeindruckenden Zahl von Ausstellern vertreten.

Das Standpersonal war energiegeladen, positiv, aktiv und offen für den direkten Kontakt – ohne darauf zu warten, dass man zuerst „Hallo“ sagt.

Während meines gesamten Messebesuchs habe ich keinen chinesischen Stand gesehen, an dem jemand einfach untätig herumsaß.

Das zeigt ein bemerkenswertes Maß an Engagement und Professionalität.

2️⃣ Die eher zurückhaltende Präsenz der USA

Im Gegensatz dazu fiel mir kein gemeinsamer US-Pavillon auf.

Natürlich waren amerikanische Unternehmen vertreten, doch einen zentralen, auffälligen Bereich – wie man ihn eigentlich erwarten würde – konnte ich nicht entdecken.

Ehrlich gesagt, hatte ich mit etwas mehr „Show“ aus den USA gerechnet.

3️⃣ Italiens Sinn für Design

Die italienischen Stände waren – wie so oft – ein Musterbeispiel für Ästhetik und Klarheit.

Weiß, schlicht, übersichtlich und ergonomisch – mit dem Fokus klar auf dem Produkt selbst.

Eleganz durch Einfachheit. Großartig umgesetzt.

4️⃣ Die Darstellung der Türkei

Der türkische Pavillon wirkte dagegen eher zurückhaltend.

Ein dunkles Marineblau mit einem unscheinbaren „Türkiye“-Schriftzug – insgesamt ein etwas gedämpfter Eindruck.

Die von der IHK Istanbul organisierten Tee- und Kaffeeangebote waren zwar herzlich, doch das Gesamtbild vermittelte eher den Eindruck einer Gruppe, die „Europa sehen“ möchte, anstatt gezielt Geschäfte zu machen.

Dabei hat die Türkei mit Produkten wie Haselnüssen, Lorbeerblättern, Trauben und Aprikosen eine nahezu monopolartige Produktionsstärke.

Was fehlt, sind hochwertige, veredelte Produkte, mit denen man sich international positionieren könnte.

Ich bin überzeugt, dass Unternehmen wie TOGG und Baykar dem Land ein neues Selbstbewusstsein geben – und dass sich diese positive Energie in Zukunft auch auf internationale Fachmessen übertragen wird.

Ich hoffe, beim nächsten Mal einen stärkeren, selbstbewussteren türkischen Auftritt zu sehen.

5️⃣ Fehlend: Türkischer Wein

Mir ist kein türkischer Weinproduzent aufgefallen.

Dabei könnten türkische Weine allein schon durch ihre historische Tradition großes Interesse wecken.

Mit der richtigen Marketingstrategie könnten sie nicht nur zur Markenbildung Anatoliens beitragen, sondern auch zur wirtschaftlichen Entwicklung der Regionen.

Vorheriger ArtikelDer Geist des Firmensports in Deutschland: Firmenlauf und das ATİAD-Laufteam
Nächster ArtikelEin Besuch in den Niederlanden!

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein